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Die fünf Kennzeichen agiler Unternehmen

Montag, April 8, 2019

Betreibt Ihr Unternehmen den Wandel hin zu einer agilen Organisation?

Angesichts der Digitalisierung und der disruptiven Trends, die ganze Branchen, Industriezweige und Gesellschaften verändern – darunter die Demokratisierung von Informationen, die Umwälzung des Wettbewerbs und die Suche nach talentierten Mitarbeitern, um nur einige zu nennen – haben viele Unternehmen kaum eine Wahl. Entweder sie wandeln sich – oder sie gehen unter.

Doch eine agile Organisation zu schaffen ist nicht so einfach wie eine klassische betriebliche Umstrukturierung. In den letzten Jahren haben sich viele Führungskräfte von Frederic Laloux’ Buch Reinventing Organizations und anderen Ansätzen an die Neuorganisation der Arbeit inspirieren lassen, darunter Organisationsformen wie Holokratie und Soziokratie. Doch gibt es nach wie vor kein Patentrezept für die Formung eines agilen Unternehmens. Der Wandel zur Agilität ist ein Prozess, eine Reise – doch ohne absolute Fixpunkte. Wer sich auf den Weg macht, dem können die von McKinsey formulierten fünf Kennzeichen agiler Organisationen gute Anhaltspunkte geben.

  1. Gemeinsame Mission und Vision für alle im Unternehmen

Agile Unternehmen machen sich intensiv Gedanken darüber, wie und für wen sie Mehrwert schaffen wollen. Sie besitzen eine sehr starke Kundenorientierung und bemühen sich darum, alle im Rahmen des Kundenverhältnisses auftretenden Bedürfnisse zu erfüllen. Sie haben sich außerdem der Wertschöpfung für vielfältige Stakeholder verschrieben, darunter Mitarbeiter, Investoren, Geschäftspartner und diverse Communitys.

Um ihren verschiedenen Wertschöpfungsmodellen Kohärenz und Fokus zu verleihen, verfolgen agile Unternehmen einen gemeinsamen Zweck und eine gemeinsame Vision. Die Kombination aus gemeinsamem Zweck und flexiblem, mannigfaltigem Wertschöpfungsansatz ermöglicht ihnen, gute Gelegenheiten zu erkennen und zu ergreifen. Mitarbeiter in allen Teilen des Unternehmens halten aktiv Ausschau nach Veränderungen in den Vorlieben der Kunden und in der Marktumgebung und handeln danach.

Agile Unternehmen können Ressourcen flexibel und umgehend in Bereichen einsetzen, wo sie gerade am meisten gebraucht werden. Sie werten laufend den Fortschritt ihrer Initiativen aus und entscheiden, ob sie sie fortführen oder einstellen. Sie nutzen dabei standardisierte Prozesse mit schneller Verschiebung von Ressourcen, wie z. B. Mitarbeitern, Technologie und Kapital, zu Initiativen und Projekten – weg von Bereichen, die stagnieren, und hinein in Wachstumsbereiche.

  1. Netzwerk aus selbstbewussten, eigenständigen Teams

Agile Unternehmen haben eine stabile Struktur an der Spitze, der Großteil der traditionellen Hierarchie wird jedoch durch ein flexibles, skalierbares Netzwerk aus Teams ersetzt. Netzwerke sind eine natürliche Art, den Arbeitseinsatz zu organisieren, denn sie schaffen einen Ausgleich zwischen individueller Freiheit und kollektiver Koordination.

Ein agiles Unternehmen verfügt über ein dichtes Netzwerk aus eigenständig arbeitenden Teams, die mit einem hohen Grad an Einigkeit, Verantwortung, Know-how, Transparenz und Zusammenarbeit agieren. Dazu benötigt das Unternehmen ein stabiles Ökosystem, das diesen Teams ein effizientes Arbeiten ermöglicht. Was viele agile Unternehmen tun:

  • Sie sorgen für klare, flache Strukturen, die die Wertschöpfungsmechanismen im Unternehmen abbilden und unterstützen.
  • Sie etablieren klare, verantwortliche Rollen,damit die Menschen im gesamten Unternehmen zusammenarbeiten und sich auf das Erreichen ihrer Ziele konzentrieren können, anstatt Zeit und Energie zu verschwenden.
  • Sie fördern eigenverantwortliche Führungund ermöglichen dadurch Performance-Management und weitgehende Entscheidungsbefugnisse in den Teams.
  • Sie entwickeln ihre Funktionsbereiche zu robusten Gemeinschaften weiter, die ihr Fachwissen pflegen und den Menschen eine professionelle Heimat geben. Solche „Communities“ übernehmen die Verantwortung für das Entdecken und Entwickeln von Nachwuchs, für das Teilen von Wissen und Erfahrungen und für das Schaffen von langfristiger Stabilität und Kontinuität.
  • Sie kreieren aktive Partnerschaften und ein Ökosystem, das die internen Netzwerke erweitert und sinnvolle Beziehungen zu einem umfangreichen externen Netzwerk pflegt. So erhält das Unternehmen Zugang zu neuen Talenten, guten Ideen und Erkenntnissen und kann gemeinsam mit Partnern neue Produkte, Dienstleistungen und/oder Lösungen schöpfen.
  • Sie gestalten und pflegen offene physische und virtuelle Umgebungen,in denen die Menschen ihre Arbeit effizient verrichten können, weil sie optimale Voraussetzungen vorfinden.
  1. Kurze Entscheidungs- und Handlungszyklen

Agile Unternehmen arbeiten mit kurzen Denk- und Handlungszyklen, die eng mit ihren Kreativ- und Umsetzungsprozessen verknüpft sind. Ob es sich dabei um Designphasen, schlanke Produktion, agile Entwicklung oder andere Formen handelt – die Integration und der schnelle Wechsel von Denken, Handeln und Lernen ist die Voraussetzung für die Fähigkeit eines Unternehmens, Produktion und Innovation auf agile Art zu vollziehen. Das Arbeiten in schnellen Zyklen ist von diesen Merkmalen gekennzeichnet.

  • Experimentieren und Umsetzen in kurzen, sich wiederholenden Intervallen – die Teams kreieren ein einziges marktfähiges (oder minimal umsetzbares) Produkt in kürzester Zeit, oft in kurzen „Sprints“ von ein bis zwei Wochen.
  • Standardisierte Arbeitsmethoden – um die Interaktion und Kommunikation zwischen den Teams zu fördern, darunter gemeinsame Sprache, Prozesse, Meeting-Formate, soziales Networking und digitale Technologien sowie verbindliche Anwesenheitszeiten, während denen die Teams einen Teil des Sprints gemeinsam absolvieren.
  • Leistungsorientierung – und Erproben von neuen Ansätzen für das Leistungs- und Ergebnismanagement.
  • Volle Informationstransparenz – damit jedes Team schnell und unkompliziert alle benötigten Informationen abrufen und mit anderen Beteiligten teilen kann.
  • Kontinuierliches Lernen – ist ein laufender, fester Bestandteil der DNA.
  • Möglichst schnelle, effiziente und kontinuierliche Entscheidungsprozesse – 70 Prozent Wahrscheinlichkeit jetzt sind besser als 100 Prozent Sicherheit später.
  1. Dynamische Menschen

Im Mittelpunkt einer agilen Unternehmenskultur stehen die Menschen. Sie fühlen sich als Teil des Ganzen, engagieren sich, und entscheiden mit. Unter solchen Bedingungen tragen sie gemeinschaftlich, schnell und effizient zur Wertschöpfung bei.

In agilen Unternehmen dienen die Führungskräfte allen in der Organisation. Sie geben den Menschen Wissen und Macht und fördern ihre Entwicklung. Die Manager sind dort weniger Planer, Dirigenten und Kontrolleure, sondern Visionäre, Architekten und Coaches, die ihren Mitarbeitenden die entscheidenden Kompetenzen vermitteln, damit diese führen, zusammenarbeiten und exzellente Ergebnisse liefern können.

Die Menschen stehen im Mittelpunkt der Prozesse. Das fördert eine Kultur mit klaren Verantwortlichkeiten, gepaart mit Autonomie und der Freiheit, Möglichkeiten auszuschöpfen und neue Erfahrungen zu machen. In agilen Unternehmen zeigen die Mitarbeitenden Unternehmergeist, sie machen die gemeinsamen Ziele, Entscheidungen und Leistungen ihres Teams zu ihrer ureigenen Sache. Agile Unternehmen ziehen Menschen an, die sich für ihre Arbeit begeistern und Exzellenz anstreben.

  1. Nahtlos integrierte Technologie

Agile Unternehmen sollten Produkte und Dienstleistungen anbieten, die auf sich verändernde Kundenbedarfe und Marktbedingungen eingehen. Traditionelle Produkte und Dienstleistungen müssen entweder digitalisiert oder digital angebunden bzw. gesteuert werden. Auch die eigenen Betriebsprozesse müssen sich laufend und schnell weiterentwickeln, was wiederum Technologie mit schnell anpassbaren Architekturen, Systemen und Tools erfordert.

Der Weg zum agilen Unternehmen erfordert zuallererst neue Formen der Echtzeitkommunikation und neue Tools für das Arbeitsmanagement. Modulare Software-Architekturen ermöglichen Teams die effiziente Nutzung von Technologien, die an anderer Stelle im Unternehmen entwickelt wurden. Das minimiert Übergaben und gegenseitige Abhängigkeiten, die sonst häufig Produktionszyklen verlangsamen. Die Technologie sollte Schritt für Schritt um technische Innovationen wie Container, Mikroservice-Architekturen und cloudbasierte Speicherung und Dienste erweitert werden.

Um dies alles zu erreichen, benötigen agile Unternehmen eine robuste, agile ERP-Lösung, die eine Reihe von Schlüsseltechnologien unterstützt und als Versuchslabor für ihre eigene Weiterentwicklung dienen kann. Ein agiles ERP-System unterstützt Hochgeschwindigkeits-Sprints ebenso wie eine Vielzahl gangbarer Produkte und endlose Wiederholungen. Es ist geeignet für die Nutzung durch ein dynamisches Netzwerk eigenständig arbeitender Teams und talentierter, engagierter Menschen. Wenn Sie wissen möchten, wie Ihr hauseigenes ERP-System den Wandel hin zum agilen Unternehmen unterstützen kann, wenden Sie sich an Pipol.

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